Midlife Crisis in Sicht…

Man sagt, Männer durchleben dieses Phänomen so zwischen 40 – 50 Jahren. Ein Glück, ich bin noch mindestens 5 Jahre davon entfernt. Aber wie heißt es in der Buisinesswelt? 30 ist das neue 40. Wenn das auf mich zutrifft, stecke ich also mitten in der Midlife crisis
Und ja, ich muss zugeben, ich habe mich auch schon öfter hinterfragt, was mein Leben bislang so mit sich gebracht hat.
Wo stehe ich momentan und wo möchte ich hin? Wir sind ja schließlich eine erfolgsorienterite Gesellschaft und müssen uns doch stetig neue Ziele stecken und diese auch erreichen!
Erfolg im Job, Erfolg in der Ehe, Erfolg bei der Kindererziehung, ja sogar Erfolg im Gottdienen. Das ist es doch, was einen guten Christen auszeichnet oder etwa nicht?

Hast du gewusst, dass es im neuen Testament das Wort „Erfolg“ nicht gibt?
Merkwürdig, findest du nicht? Gott scheint unser „Erfolg“ nicht all zu sehr zu beindrucken. Wie kann das sein? Misst Gott uns nicht daran, wie erfolgreich wir sind? Ist es ihm egal?

Jesus sagte: „Getrennt von mir, könnt ihr nichts tun…“ (Joh. 15,5)

Immer wieder muss ich an diese Worte denken. Sie sind so absolut und so präzise. Wir können ohne ihn nichts tun. Wirklich nichts!

Aber ehrlich gesagt ist doch genau diese Tatsache das Schöne am Gottesdienst. Gott misst mich nicht an meinem Können. Er bewertet mich nicht an meinem Erfolg.
Und es kommt noch besser. Er selbst will doch bis an der Weltzeit Ende bei mir sein. ich muss diesen ganzen Druck des vermeintlichen Erfolges nicht mehr mit mir herumschleppen. Ich darf ihm vertrauen und sagen:

„Herr, bleib bei mir, denn ohne deine starke Hand will ich nicht durch die Tage gehn!“

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Sünder am Tisch mit Jesus

„Und es geschah, als er in seinem Haus zu Tisch saß, setzten sich viele Zöllner und Sünder zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern; denn es waren viele, die ihm folgten. Und als die Schriftgelehrten und Pharisäer sahen, dass er mit den Zöllnern und Sündern aß, sagten sie zu seinen Jüngern: „Warum isst und trinkt er mit den Zöllnern und Sündern?“ Als das Jesus hörte, sagte er zu ihnen: >Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.<“ Markus 2, 15-17

Nachdem Jesus den Zöllner Levi in die Nachfolge gerufen hat, ist er mit seinen Jüngern bei ihm zum Essen eingeladen. Und nun wird uns berichtet, dass sich viele Zöllner und Sünder an den Tisch mit Jesus setzten .

Das finde ich interessant. Diese Menschengruppe wird ausdrücklich als Sünder bezeichnet. Es waren also „stadtbekannte“ Sünder, für die sich Jesus Zeit genommen hat um mit ihnen zu sprechen und zu essen. Die Schriftgelehrten und Pharisäer hätten sich nie mit diesen Menschen beschäftigt. Voller Verachtung haben sie die Jünger gefragt, wie Jesus sich nur mit diesem Abschaum der Gesellschaft abgeben kann.

Wir neigen heute, genau wie die Pharisäer und Schriftgelehrten, dazu, uns von Menschen fern zu halten, die aus ihrer Sünde keinen Hehl machen. Die offen zu ihren Sünden stehen, auch wenn sie diese nicht als Sünde anerkennen. Und die vielleicht sogar die Existenz Gottes leugnen. Das führt dazu, dass wir unsere Zeit nur noch mit Menschen verbringen, die ebenfalls Gott dienen und somit das gleiche Ziel und die gleichen Interessen verfolgen. Das ist auf den ersten Blick nicht falsch. Aber als Nachfolger Jesu haben wir noch eine größere Aufgabe. Schauen wir doch, was Jesus geantwortet hat.

Sehr treffend fasst er seine Mission in einem Satz zusammen:

Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße“.

Genau das ist es! Für die Sünder hat Jesus überhaupt den Himmel verlassen. Für sie ist er auf die Erde gekommen. Er war sich nicht zu schade, sich mit ihnen zu beschäftigen, Zeit mit ihnen zu verbringen, Mühe und Energie in sie zu investieren. Er hat nicht nur mit ihnen gegessen und geplaudert. Er hat ihnen von seinem himmlischen Vater berichtet und ihnen seine Liebe gezeigt. Für sie wurde er verspottet, geschlagen und ans Kreuz genagelt. Und für sie ist er auferstanden. Er hat die Sünde überwunden. Gerade für die Zöllner und Sünder! Und genau das ist die Botschaft, die die verlorenen Seelen auch heute noch brauchen! Jesus hat ihre und unsere Sünden ans Kreuz getragen!

Lasst uns immer daran denken, dass wir ohne die Vergebung unserer Sünden kein Stück besser waren. Denn wir waren auch schuldig vor Gott. Wir haben genauso gesündigt. Die scheinbare Größe oder Schwere der Sünden macht ja keinen Unterschied. Schuldig ist schuldig. Und die Vergebung haben wir nur durch Gnade erhalten.

Darum lasst uns den Sündern den Arzt empfehlen, der ihnen helfen kann: Jesus!

S.Schm.