Kennst du Situationen in deinem Leben, die aussichtslos erscheinen, wo der letzte Funke Hoffnung sich plötzlich in Nichts auflöst, wo Angst und Panik in dir aufsteigen will, was nun werden soll?
Die Bibel spricht von einer ähnlichen Situation. Ein verzweifelter Vater namens Jairus kommt zu Jesus. Seine Tochter ist todkrank und er weiß, nur Jesus allein kann sie gesund machen. Er fällt ihm zu Füßen und bittet ihn um Hilfe – und Jesus kommt mit um zu helfen. Wie muss es diesem Mann in diesem Moment gegangen sein? In einer Lage, die völlig trostlos war, keimt Hoffnung auf, Erleichterung macht sich breit – Jesus wird helfen. Und dann der Zwischenfall, Jesus bleibt plötzlich stehen, und fragt, wer ihn berührt hat. Die Jünger weisen Jesus schon fast zurecht: „Bei dieser Menschenmenge fragst du, wer hat mich berührt?“ (Markus 5, 31)
Uns wird hier nicht gesagt, wie lange dieser Vorfall gedauert hat, bis die Frau, die Jesus berührt hat und gesund wurde, sich zeigte und Jesus von allem berichtete. Aber eines kann ich mir vorstellen, und zwar wie es Jairus in dieser Situation ging. Er hatte es eilig, er brauchte doch die Hilfe so schnell wie möglich, wieso ließ sich Jesus so viel Zeit – und dann sieht er schon bekannte Gesichter, die ihm entgegenkommen. Oh nein, und die traurigen Gesichter lassen nichts Gutes erahnen. Und wirklich – es ist zu spät. Seine Tochter ist gestorben. In einem Moment, alle Hoffnung zerschlagen.
Doch dann dringen Worte an sein Ohr, Jesus spricht zu ihm: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ (Markus 5, 36)
Als ich mir diese Begebenheit so vor Augen führte, wurde es mir warm ums Herz. Mit welcher Liebe und Ruhe in der Stimme muss Jesus diese Worte gesprochen haben. Und diese Worte sind auch heute für dich und für mich geschrieben. Egal ob du Angst vor der Zukunft hast, oder du einfach nicht mehr weißt, wie es weiter gehen soll – vielleicht scheint dir das Eingreifen Gottes auch zu spät zu sein:
„Fürchte dich nicht, glaube nur!“ (Markus 5, 36)
Gott weiß immer einen Weg, so wie es auch in diesem Lied von Margret Birkenfeld heißt:
Gott weiß immer einen Weg,
wenn du auch nur Dunkel siehst glaube fest an dieses Wort,
dass Gott nichts unmöglich ist.
Gott weiß immer einen Weg,
wenn er auch was andres tut als du es dir vorgestellt,
Gottes Weg ist immer gut.
Gott weiß immer einen Weg,
drum verliere nie den Mut, freue dich und halte fest,
dass Gott heut noch Wunder tut.
Jairus durfte ein Wunder erleben. Das Unmögliche wurde möglich. Es macht mich so dankbar, so einen Vater im Himmel zu haben, dem nichts unmöglich ist und der weiß was das Beste für mich ist.
©ᵃⁿⁱᵗᵃ